Massenpanik oder die Lust am Zocken: Anleger handeln selten rational

Vom 16.10.2008

Unter vorstehender Überschrift wird berichtet, dass es an den Börsen zur Zeit drunter und drüber geht: Die Finanzkrise ließ die Kurse erst dramatisch abstürzen, dann stiegen sie wieder steil an, um kurz darauf wieder einzubrechen.

Zwar gibt es kurzfristige Prognosen. Doch wie sich die Kurse tatsächlich entwickeln, das weiß keiner so genau.

Auszugsweise heißt es in dem Artikel: Das Nachsehen haben dann vor allem die Millionen deutschen Kleinanleger. «Das liegt an der Verlustaversion», erläutert Falk. «Wir neigen dazu, Verluste nicht realisieren zu wollen und Gewinne viel stärker zu bewerten.» Das führt dazu, dass Anleger ihre Aktien bei sinkenden Kursen zu lange behalten und bei steigenden Kursen zu schnell verkaufen. Verstärkt wird das Ganze dadurch, dass private Anleger oft nicht ausreichend informiert sind und auch nicht schnell genug reagieren können. «Sie sind in der Informationskette immer die letzten - was zum Teil aber auch selbst verschuldet ist», sagt der Frankfurter Anlegeranwalt Klaus Nieding, der auch für die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz tätig ist. Viele Anteilseigner nutzten das Internet noch zu wenig, um die aktuelle Entwicklung an den Börsen im Auge zu behalten.