Anwälte haben bei K1-Fonds Banken im Visier

Anlegerschützer nehmen im Fall des unter Betrugsverdacht verhafteten Hedgefonds-Managers Helmut Kiener und seiner K1-Fonds die Banken ins Visier. "Wir bereiten Schritte gegen Barclays und HSBC vor", sagt Rechtsanwalt Klaus Nieding von der Protect Invest Alliance (PIA), die nach eigenen Angaben Opfer mit Ansprüchen in Höhe von rund 30 Mio. Euro vertritt.

Unter vorstehender Überschrift berichtet das Handelsblatt, Barclays habe das Indexzertifikat "X1 Global" emittiert. Basis des Zertifikates sei die Performance des Kiener-Hedgefonds K1 Global. Die Bank nahm in ihrem Prospekt, der dem Handelsblatt vorliegt, Bezug auf Kiener. Insgesamt sollen deutsche Anleger nach Schätzungen des Münchener Kapitalmarktrechtlers Peter Mattil Papiere im Volumen von mindestens 50 Mio. Euro gekauft haben.

Rechtsanwalt Klaus Nieding äußerte hierzu: "Barclays hätte auf jeden Fall sicherstellen müssen, dass mit dem investierten Geld alles ordnungsgemäß abläuft", Insgesamt sollen in die Hedgefonds K1 Invest und K1 Global mehr als 500 Mio. Euro geflossen sein.